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Toffi Cuisine: Cheeseburger Soup

Toffi came over last weekend and he prepared his infamous Cheeseburger Soup. I had been bugging him about the delicious soup for months.

1 Big Onion
50g Bacon
1 leek
500g Minced Meat
1 Liter Water
Asparagus Creme Soup
Processed Cheese
Soy Sauce
Salt and Pepper to taste

Ingredients
All good things

Grundlage
Simmer the onions and the bacon, put the leek in a bit later

Hackfleisch
Add the minced meat and brown it. Add salt and pepper.
Fill it up with the water.

Spargelcreme
Toffi pours in the asparagus creme soup.

Scheibletten
Add the processed cheese (Scheibletten). It may help to tear them apart.

Sojasosse
Squirt the soy sauce to the mix.

Guten Appetit
Salute!

For extra tasty finesse, Toffi garnished the soup with garlic prawns. Mmmmmh.
We were having blueberry yogurt sparkling wine for dinner.
It was a total celebration for our taste buds.

The Blackout Trilogy – Part I

Nach langer, langer Pause meldet sich Toffi mit einer neuen Kolumne zurück. Ich konnte und wollte Toffi keinen Druck machen, da es ihm in letzter Zeit nicht so gut ging. Es hat mit seinem mittlerweile Ex-Freund zu tun. Es ist eine lange, verworrene und irgendwie komplizierte Geschichte. Und als ich dachte, jetzt hat er das Gröbste überstanden, wurde es noch krasser. Leider kann ich aus Kanada nur kurze Aufheiterungen durchs Telefon senden.
Trotz allem hat Toffi eine neue Kolumne geschrieben, der erste Teil seiner Blackout Trilogy:

So, hier mal ein kleines Lebenszeichen aus dem Loch, in dem ich mich gerade befinde:

Ein paar mal im Jahr habe ich ja immer die Anwandlung, ein paar Wochen lang keinen Alkohol zu trinken. Das fiel im letzten Jahr ausgerechnet in die Zeit, in der es auf der Kirmes in Düsseldorf den Pink Monday gibt. Den schwulen Tag mit grosser Ressonanz und viel Spass.
Vorher schaute ich bei einem Freund vorbei, sein Vater wollte uns hinfahren. Als ich dort um fünf Uhr nachmittags war, machte der mir sofort ein Bier auf und ich dachte mir, dass ja eins nicht schaden kann. Es schmeckte gut und als wir losfuhren hatte ich schon das dritte in der Hand.
Auf dem Pink Monday angekommen, war ich allerbester Dinge. Viele Bekannte getroffen und immer die Hand mit einem Bier gefüllt.

Ab ungefähr 1 Uhr kann ich mich an NICHTS mehr erinnern.

Mit meiner neuen besten Freundin
(Kurz darauf in der Rheinischen Post, meine Erinnerung kam dadurch nicht zurück)

Auf dem Nachhauseweg muss ich mich wohl irgendwie in die falsche Bahn gesetzt haben, denn als ich wieder zu dem Punkt kam, an den ich mich erinnere, war ich auf einem verlassenen Gelände. Immer noch besoffen.

Es sah aus wie ein stillgelegter U-Bahnhof, morgens, die Dämmerung schien grade einzusetzen. Ich versuchte nach draussen zu gelangen, aber alle Türen waren abgesperrt.
Völlig verzweifelt der Tatsache, dass ich NIE WIEDER da weg kommen würde, bin ich auf allen Vieren queer über die Schienen gekrochen und durch Hecken gewällert bis ich schließlich auf einer riesigen Baustelle ankam.

Kiesberge, Bagger, und was es da so alles gab. Und ein Container, in dem die Bauarbeiter wohl schliefen, jedenfalls war da ein Licht. So betrunken ich auch war, aber das erste was ich dachte war, “oh, da guck ich mal durchs Fenster, vielleicht sieht man ja ein paar geile Bauarbeiter”. Aber ich sah nur ein olles Loch mit ‘ner Kaffeemaschiene drin.

Ich hatte immernoch keine geringste Ahnung wo ich war. Und wusste natürlich auch nicht in welche Richtung ich gehen sollte. Ich lief einfach los und war 15 Minuten später auf einer Strasse, die ich allerdings nicht kannte. Ich sah eine Uhr, es war Viertel vor Sieben.

Die ersten Autos fuhren an mir vorbei und da ich mir nicht anders zu helfen wusste, fing ich an zu trampen. So wie ich aussah, Hose total dreckig und mit starrem Blick, hielt natürlich keine Sau an. Irgenwann ist ein Taxi an mir vorbei gefahren und so wurde ich ENDLICH nach Hause gebracht.

Ich weiss bis heute nicht, wo ich war, selbst im Taxi konnte ich mir den Weg nicht merken. Es kann nur nicht sehr weit weg gewesen sein.

Bezahlt habe ich acht Euro.

Gib mir mein, gib mir mein Herz zurück!

Es war wieder die Zeit, in der die TV Sender ihre Programme für das nächste Jahr vorstellen. Telemessezeit! Die schönste Zeit des Jahres!

Nachdem es aber bei den drei großen Sendern nicht so dolle war, kam nun RTL 2. Im Vorfeld wussten wir schon, welche C und D Prominenten dabei sein sollten: ehemalige BB.-Bewohner und diverse Moderatoren. Insgeheim freute ich mich darauf, Carsten Speckhahn kennenzulernen. Ein Freund von mir lies mich aber nicht gehen, bevor ich ihm versprach, ein Autogramm von Oli P. zu besorgen.
“Hää, Oli P.? Was willste denn mit dem?” Aber er wollte nun mal.

Als wir in dem Landgasthof außerhalb von Düsseldorf ankamen wurden zuerst die einzelnen Programmrubriken vorgestellt: Nachrichten, Serien, Information usw.
Dabei sah ich schon Oli P. Eigentlich ganz süss, so in echt. Erstaunlicherweise noch kleiner als ich. Aber einfach hingehen und nach einem Autogramm fragen, das war mir zu blöd. Zumal ich glaube, älter zu sein als er. Also erst ein paar Drinks!

Zwei Stunden später schleppte mich meine Kollegin zu ihm (zwischendurch in vertrauter Atmosphäre auf dem Klo traute ich mich noch weniger) und stieß ihn an, ob er ein Autogramm für mich hätte. Nee, er würde die Karten erst später bekommen, da wäre ich dann aber der Erste! Ich erwiderte, dass ich ihn beobachte und nicht locker ließe, worauf er meinte “gut so!” Ich bildete mir sofort ein, eine totale Verbundenheit mit ihm zu haben. Das PASST einfach, dachte ich.

FrozenGlücklicherweise gab es an dem Veranstaltungsort einiges zu erkundschaften. Und so ließ ich mir hinreißende Henna-Tattoos auf die Hand malen! Ich sah toll aus und nahm mir vor, den ganzen Abend pausenlos einen Cocktail in dieser Hand zu halten. Ein verhängnisvolles Vorhaben.

Kurz darauf sah ich Oli P. wie er etwas energisch telefonierte. Meine Kollegin wusste zu berichten, dass es zwischen ihm und seiner Frau, der Tatiani, zur Zeit nicht so gut läuft. Der Arme, dachte ich mir.
Etwas später fand ich es wieder an der Zeit, ihn nach dem Autogramm zu fragen. Er stand gerade auf der Bühne und machte eine Ansage. Also passte ich ihn ab, da konnte er mir wenigstens nicht ausweichen. Als er von der Bühne runterkam schüttelte er schon von weitem mit dem Kopf und meinte es dauert noch ungefähr eine Stunde. Ich machte ein Schippchen und ging mit gesenktem Kopf weiter.

Eine Stunde später kam Oli P. strahlend auf mich zu und gab mir eine Autogrammkarte. Die nahm ich aber nicht ohne persönliche Widmung. Die schrieb er mit einem Kuli vom Kellner. Zum Kellner sagte ich “ich bekomm jetzt ein Autogramm”, aber das schien den nicht sonderlich zu beeindrucken.
Als Oli noch was draufgeschrieben hatte, ging ich zu etwas Small-Talk über.
Ich legte los: “Na, wie geht es denn der Tatiani? Wo ist die denn heute?”
“Die konnte nicht. Wir haben keinen Babysitter mehr bekommen”
“Was? Keinen Babysitter in Köln?”
“Ja, das war zu kurzfristig.”
“Schade.”
“Ja, schon.”
Aber ich merkte, dass ihm das Thema nicht unbedingt gefiel und er gab an, weiter zu müssen.

Mit Oli P.Nach dem Auftritt von US5 saß er an der Theke. Da ich ohnehin wieder einen Cocktail in meiner Hand brauchte, ging ich zu ihm. Neben ihm lagen seine selbst aufgenommen Alben.
“Was willst du denn mit deinen Alben hier?”
“Du brauchst mir hier nicht vorzugaukeln, dass du die kennst!”
Darauf meinte ich lachend, ich habe vier Jahre bei WOM gejobbt und kenne jeden Scheiß!
Er musste auch lachen und erklärte mir, dass er gleich noch einen Auftritt habe.
“Aha, und dann machst du einfach nur eine Playbackperformance?”
“Ne, nee, die Stimmen vom Band werden rausgefiltert. Ich singe live.”
Okay, das genügte mir. Fast. Er musste noch ein Bild mit mir machen, was er gerne tat, sicher!

Nach seinem Gig (ich war der größte Fan), wurde die Tanzfläche eröffnet. Ein DJ legte auf. Und schon wieder sah ich den Oli, wie er telefonierte. Es handelte sich offensichtlich um kein nettes Gespräch. Da ich, wenn ich was getrunken habe, sehr penetrant sein kann und mich von niemandem (wie hier von meiner Kollegin) gerne aufhalten lasse, bin ich noch mal hin und fragte, wie es denn so gehe.
Er meinte “na ja, geht so”
Worauf ich sagte: “Wenn du jemanden zum reden brauchst, bin ich gerne für dich da und leih dir mein Ohr. Du kannst mit mir über alles quatschen!”
Er verdrehte nur die Augen und meinte “lass mal, das geht schon. Ich werde eh gleich gehen!”
“Ich mein’ das ganz im Ernst. Wirklich!”
Aber es interessierte ihn nicht mehr.

Toll, ich konnte keine Freundschaft zu Oli P. aufbauen, auch wenn es so toll gepasst hätte, und der Carsten Speckhahn hatte den ganzen Abend ohnehin nur Ischen um sich herum! Prima!
Na, aber nächstes Jahr bin ich ja wieder da! :-)

Will you marry me?

Es fing alles vor ungefähr neun Jahren an. Seinerzeit arbeitete ich bei WOM am Vorspielservice. Ein doofer Job aber die günstigste Gelegenheit, alles und jeden der reinkam abzuchecken. Und wenn besonders coole Typen sich noch CDs bei mir anhörten, war alles perfekt.

So kam es auch, dass in regelmässigen Abständen immer ein für mich äusserst attraktiver Typ in den Laden kam und sich diverse Alben anhörte. Wir nannten ihn “Die gelbe Jacke”, weil er immer so eine trug. Ich habe ja nie viel mit den Leuten dort gesprochen, höchstens mal blöd gegrinst, aber da wollte ich doch nun wirklich mal was tun, um ihn kennenzulernen. Als er das nächste Mal kam und mir wieder seinen Stapel langweiliger House-Sampler reichte, mussten Nägel mit Köpfen gemacht werden. In dem Moment als er fertig war und gerade den Kopfhörer abnehmen wollte fragte ich also schnell, ob ich ihm mein Lieblingslied vorspielen könnte. Klar, würde er gerne hören. Und ich legte von DEAD OR ALIVE “I want to sleep with you” auf. Das fand er ganz lustig und wir unterhielten uns kurz.

Beim nächten Mal war es schon entspannter und wir verabredeten uns für den nächsten Tag in der Mittagspause. Von da an habe ich ihn Öfter zur Mittagspause abgeholt und es war immer sehr nett. Leider erfuhr ich auch, dass er einen Freund hatte. Egal, dann sollte das eben nicht sein.

Irgendwann hatten wir uns donnerstags abends im “Rosa” verabredet. Danach sind wir noch ins MUSK und dann habe ich ihn nach Hause gefahren, wo wir noch eine Weile vor seiner Tür im Auto blieben…

Nach diesem Erlebnis haben wir uns etwas aus den Augen verloren. Ich hatte meinen damaligen Freund kurz darauf kennengelernt und unsere Treffen waren nur noch zufällig, wobei er auch immer mit seinem Freund zusammen war, bis ich die beiden dann gar nicht mehr gesehen habe.

Fünf Jahre später war ich in Düsseldorf aus und hinter der Theke stand sein Freund. Wir haben uns kurz unterhalten und ich habe erfahren, dass er nun in Berlin wohnt. Aha, ich bat ihm schöne Grüsse zu bestellen und wir haben noch Nummern ausgetauscht.

Ein paar Tage später bekam ich dann eine SMS von ihm, in der er mich auch ganz herzlich grüssen liess und ich solle doch zum CSD nach Köln kommen, da wäre er auch da und das würde doch lustig werden. So habe ich es gemacht und es war in der Tat sehr lustig und meine alten Gefühle sind wieder “aufgeflammt”. Allerdings ist nicht mehr passiert, nur dass man sich die jeweilige Nummer gab und in Zukunft doch mal ab und zu was machen könne, wenn ich in Berlin oder er in Düsseldorf sei. Von da an war der Kontakt eher bescheiden. Mehr als drei, vier SMS im Jahr waren nicht drin. Aber es war okay.

Am 02.01.2004 lag ich gemütlich auf dem Sofa und habe mir GIGANTEN angeschaut, als mein Händie klingelte. Er sei in der Stadt und man könnte sich doch treffen. Ab 22.30h hätte er Zeit! Da es erst zwei Uhr mittags war, war mir das zu blöd noch so lange zu warten und sagte ab. Er hat es dann arrangiert, dass er gleich vorbei kommen wollte. Naaaa gut. Und als er da war (er hatte angeblich nur Zeit bis sieben) hatten wir einen wunderschönen Nachmittag/Abend. Gegangen ist er um halb zwölf. Ich hatte EXTREME Sternchen in den Augen!

Am nächsten Tag haben wir uns nach der Arbeit wieder getroffen. Er wollte eigentlich noch nach Köln, hat es sich aber anders überlegt. Einen Tag später ist er gefahren. Von da an haben wir uns täglich kontaktiert.

Will you marry me?Glücklicherweise hatte die Jenni zwei Wochen später Geburtstag, so dass ich ohnehin in Berlin war. Leider hatte er nicht so viel Zeit wie ich es mir gewünscht hatte, er war mittlerweile als WEDDING-PLANNER selbstständig. So haben wir uns nur einmal gesehen. Auf Jennis Party war er jedoch, wobei dieser entzückende Schnappschuss zustande kam. Am nächsten Tag bin ich wieder nach Düsseldorf gefahren.

Dann wollte er über Karneval eine Woche lang kommen. Als er da war haben wir uns schon am zweiten Tag darauf geeinigt, dass er besser geht. Es ging gar nicht! Hatte mir extra Urlaub genommen und dann sass ich den ganzen Tag alleine zu Hause rum und habe gewartet, weil er auf “Kundenakquise” war. Die Verabredung am Abend hat er auch abgesagt, da es später werden würde und da hatte ich schon die Kappe an. Gekommen ist er, um halb zwei. Er musste auf der Couch schlafen. Und als ich ihn am nächsten Morgen wach machte, hatte er sogar “Flecken” auf seinem T-Shirt. “Die würden mich schliesslich nix angehen”. Pah! Er ist dann gegangen.

Drei Tage später habe ich ihn dann nochmal kurz beim Feiern getroffen und dann war es auch schon wieder okay. Das letzte Mal haben wir uns vor ein paar Monaten gesehen, da waren wir zusammen in einem Club hier in Düsseldorf in dem Westbam aufgelegt hat!

Letzte Woche schaute ich die tolle Serie “Marc and Sarah in Love”. Da laufen die Hochzeitsvorbereitungen auf vollen Touren und nun haben sie sich einen Wedding-Planner dazugerufen.

MEINER!!!!! Sehr süss!

In der Folge hatten sie sich bekannt gemacht und er unterbreitete den beiden seine ersten Gedanken und Vorschläge, die so aussahen, dass das Brautpaar in einer venezianischen Gondel auf einem See angefahren kommt und dazu noch FÜNFZIG kleine Blumenkinder in pinken Kleidern! Na toll!!!

Die zwei waren noch nicht so überzeugt. Vielleicht kann er ja nächste Woche Sarahs Mutter Soraya für seine wunderschönen Ideen begeistern…

Pöh! Und ich sitzt jetzt wieder dienstags um viertel nach zehn alleine vorm Fernsehen und kann mir das Drama angucken. Mit mir hat er nie über Heirat gesprochen, wo ich doch schon nach Berlin ziehen wollte! Danke, Wedding Planner, danke!

Mariahism

Chillin' with Music BoxEs fing alles 1993 an.

Man kann ja schon sagen, dass die produzentin und ich an Mariahs Durchbruch in Deutschland maßgeblich beteiligt waren. die produzentin spielte mir immer und immer wieder die Hitsingle Dreamlover vor (der Beginn unserer Freundschaft), was ich anfangs noch ganz skeptisch annahm, denn hier ging es ja um eine dauergewellte Ami-Diva, die nur Balladen sang! Doch plötzlich ging es ganz schnell. Im Nu hatten wir die Alben und kopierten ihren Look, wenn es auch nur die Turnschuhe waren. Ich machte in Fulda weiter Promo und legte selbst in dem Laden in dem ich arbeitete die CD’s auf. Es hatte Erfolg. Selbst eingeschweißte Gegner gaben irgendwann kleinlaut zu, sich Mariahs aktuelle CD, Musicbox, gekauft zu haben. Ein paar Wochen später, es war abzusehen, war das Album dann auch auf Platz eins der Charts, logisch.

Zu dieser Zeit habe ich auch meinen ersten Freund kennengelernt. Der J. aus Giessen. Von einigen wurden wir “Zwillinge” genannt, aber heute kann man das wahrlich nicht mehr sagen. Er war Madonna-Fan und konnte meine Begeisterung für Mariah Carey überhaupt nicht verstehen. Madonna-Fan war ich auch, aber man kann doch auch andere Sachen hören. Ich liess mich trotz allem nicht beirren, genauso wie auch keine andere Kassette im Auto gehört wurde.

Es näherte sich mein Geburtstag. Und an diesem Tag bekam ich ein Paket von ihm mit einer Karte in der stand “… alles Gute zum 21sten. Also mein Geschenk ist irgendwie total kitschig. Ich hoffe, Du kotzt nicht wenn Du’s siehst. Die Verkäufer haben mich total blöd angeschaut, als ich die “Besorgung” machte, so als wäre das nicht real. Ich finde es traumhaft schön…” und als ich auspackte hielt ich dieses wunderschöne Kissen von Mariah in der Hand. Ich hatte mich nie zuvor so sehr über etwas gefreut.

Das Kissen liegt immer noch in meinem alten Zimmer und spendet mir Stütze, wenn ich mal bei meinen Eltern bin. Den Freund habe ich nicht mehr. Die Entfernung war damals etwas nervig. Wir machten kurz darauf Schluss.

Ein paar Wochen später bekam ich Post von ihm: Eine Kontaktanzeige von einem Typen mit dem ich was hatte, kurz nachdem mit J. Schluss war. In der Anzeige stand: “Action-Typ sucht Männer für Fun und mehr ….” J. schrieb noch dazu: “Wenn ich mich recht erinnere hattest du mit diesem Action Typ auch schon jede Menge Fun!”

die produzentin und ich sind ausgerastet, dass jemand mir/uns so frech kommt und hatten die super Idee, den Brief wieder zuzukleben, die Adresse durchzustreichen und “verstorben” daneben zuschreiben und dann wieder zurück! Wir fanden uns wahnsinnig witzig und dachten wir hätten es J. so RICHTIG gegeben.

Leider ist die Rechnung nicht ganz aufgegangen. Ein paar Tage später bekam ich einen Kondolenzbrief mit dem Text:

In Memoriam“TOFFI ” 01.06.1995
Und wieder hat der allmächtige Herr zugeschlagen und eine geile Kiste in die selbige geschickt. Mit grösster Anteilnahme und in tiefer Trauer

Miss Colonia
– the most beautiful bitch in town -“

Und wir standen schon wieder da wie die Deppen, denn darauf gab es wirklich nichts mehr zu tun :-(

What Is Love?

Very Pink FlamingosKurz vor Weihnachten war ich bei meinem damaligen "Freund", dem kartenlegenden MEDIUM. Es war Freitag und da wir nicht mehr ausgehen wollten, bin ich nochmal schnell los, um Bier zu holen.

Gleich bei ihm um die Ecke ist ein grösseres Büdchen, wo es wirklich ALLES gibt. Selbst an Wochenenden. Ich hatte noch jede Menge Pfandflaschen dabei. Mehr als die Hälfte musste ich später allerdings wieder mitnehmen, da die nicht von dort waren.

Komischerweise war gar nichts los in dem Laden. Nachdem ich mit der Kassiererin das mit den Flaschen geklärt hatte, lief ich Richtung Kühlschränke zum Bier. Da bemerkte ich einen Typ, der vor den Weinen stand.
Dachte bei mir: "Mein Gott, steht die Alte tuntig vor dem Wein! Was die wohl vorhat? Einen gemütlichen Abend mit klassischer Musik und dazu ein "gutes Glas Wein"?
Ätzend!".
Ich weiter und wühle mich durch die Biervorräte, schliesslich war es noch früh. Als ich dann wieder an der Kasse war und meine ganzen Arme und Armbeugen von Bierflaschen befreite, kam der Typ auch zur Kasse.
Und da erkannte ich ihn: es war HADDAWAY!

Oh jeh, was machste jetzt. Zeigste, dass du ihn kennst oder nicht? Aber als der so arrogant vor mir stand und seine Augenbrauen auch noch hochzog als er die Bierflaschen sah, wusste ich, dass ich das letztere zu tun hatte. Die Kassiererin scannte. Er meinte zu mir:
"Na, willst du diese ganzen Flaschen etwa ganz alleine heute Abend trinken?"
"Ne, ne, hihi, nicht alleine, das wäre ja ein bisschen viel!"
Was blöderes ist mir leider nicht eingefallen. Dann habe ich alles zu dem Leergut in die Papiertüte gesteckt und hocherhobenen Hauptes den Laden verlassen.

Geärgert habe ich mich da schon! So ein Autogramm wäre ein PRIMA zusätzliches Weihnachtsgeschenk für das Medium gewesen und so arrogant wie der war, hatte der sicher einen ganzen Druckauftrag Autogrammkarten dabei! Na ja, zu spät.

Als ich dann zwei Meter auf der Strasse war, löste sich die Papiertüte von den Resten
des Leerguts und die Flaschen rollten lustig über den Bürgersteig. Anstatt nun einem Fan aus dieser Miesere zu helfen, war das letzte was HADDAWAY von mir sah, wie ich auf nem Bürgersteig drei leeren Flaschen durch den Regen hinterherrobbte.
Er ging weiter.
What is Love?

MS, dass zweite Gesicht!

Ola!Die Telemesse stand wieder an.
Vor Vorfreude habe ich es kaum ausgehalten, hoffte ich doch MS wiederzusehen. Also bin ich morgens hin. Ich sah super aus und mein Kopf rotierte wie ein Radar, um ja nix zu verpassen. Leider hatte ich kein Glück, denn MS war gar nicht da. Aus Frust trank ich mit ein paar Kollegen mittags schon Prossecco. Ein bisschen Hoffnung hatte ich noch, weil am Abend eine Party war.
Leider ist es dann so gekommen, dass ich um 17h erstmal voll wie eine Haubitze nach Hause musste. Habe mich dann hingelegt, damit ich am Abend wieder fit bin. Als ich um sieben wach wurde, war ich total durch den Wind, weil ich dachte
es wäre bereits morgen!
Zwanzig Minuten dauerte das Delirium. Ich habe nur gemerkt was los ist, weil das Fernsehprogramm anders war als sonst morgens. Also konnte ich doch noch los!

Die Party war grottig! Als Live-Act gab es Kool and the Gang, die nicht gerade zu meinen Lieblingsbands zählen. Das Essen wurde in Form von kleinen Häppchen serviert und so dezent ausgeteilt, dass man regelrecht nach ein paar Cateringmädchen suchen musste. Aber Getränke gab es reichlich und durch meinen Stand vom Mittag war ich kurze Zeit später wieder gut dabei.

Irgendwann entdeckte ich die Kiwi! Diese Andrea Kiewel, die den ZDF-Fernsehgarten moderiert und die ich gut leiden kann. Ich weiss, dass sie den MS kennt, denn er hat letztes Jahr ein paar mal als Co-Moderator mit ihr gearbeitet. Also bin ich hin. Schien sich eh nur mit einer flüchtigen Bekannten zu unterhalten. Ich kniete mich vor ihr auf den Boden und machte ihr Komplimente, wie toll ich sie und ihre Shows finde. Leicht genervt, was mir persönlich aber egal war, bedankte sie sich und war nett zu mir.

Um keine Zeit zu verlieren fing ich sofort an, sie über MS auszufragen, wo er sei, was er so macht und das ich EXTREM in ihn verliebt sei. Er hatte keine Zeit, weil Drehtermine. Aber ich hätte letztes Jahr öfters mal den Fernsehgarten gucken sollen, da war er in einer Sendung sogar mit nacktem Oberkörper zu sehen. Da habe ich gesagt "das hab ich auf Video! Ich habe eine ganze Kassette von ihm!" (peinlicherweise stimmt das auch). Sie sagte sie weiss nicht, ob er zur Zeit einen Freund hat, sie weiss nur, dass er täglich hunderte Fanbriefen von Frauen geschickt bekommt! Da habe ich mit der Faust aufgeschlagen und gesagt, da wäre ich ja jetzt schon eifersüchtig! Ich solle ihr mal meine Adresse aufscheiben, dann würde sie mir ein Autogramm besorgen.

So schnell ich konnte habe ich mir dann Papier und Bleistift besorgt und aufgeschrieben: Christof (genannt TOFFI)!! usw. Sowas peinliches. Meine Händienummer habe ich auch noch dazugeknallt, man weiss ja nie. Den Euro den ich ihr geben wollte (schliesslich sollte er das nicht selbst zahlen!) hat sie nicht genommen und mir den Vogel gezeigt. Das würde das ZDF zahlen. Eine Arbeitskollegin hat mich dann von ihr weggezerrt, nachdem die Kiwi zu ihr geguckt hat und die Augen verdrehte.

Eine Woche später habe ich Post bekommen!
Auf dem Briefumschlag war mit Füller ein Herz gemalt und Kiwis Unterschrift drauf! Und drinn war eine Autogrammkarte von MS! "Für Toffi! Liebe Grüsse und Hallo Deutschland! MS!" Zwar ein bisschen wenig, aber die Karte ziert nun mein Nachttischschränckchen.

EPILOG:
Gestern kam mein Kollege Harald in unser Büro und erzählte was von einer Party von der Zeitschrift "TV-Movie", auf die ich nicht eingeladen war. Dort hätte ihn ein ZDF-Moderator den ganzen Abend angemacht, der würde so ein Boulevardmagazin moderieren. Harald ist nicht schwul, darum hat er das nicht gleich gemerkt. Erst als MS zu seinem Kumpel, bei dem er schlafen wollte, sagte: "Das Gästebett brauchste heute nicht aufzubauen. Ich nehm den mit zu mir!", ist bei Harald der Groschen gefallen. Natürlich ist er nicht mitgegangen.
Leider muß ich jetzt weiter auf die Autogrammkarte starren und auf die nächste Telemesse warten.

Griechenland ist Europameister!

Das sensationelle Endspiel Griechenland-Portugal stand vor der Tür. Meine griechenlandvernarrte Freundin K. wollte unbedingt dieses historische Ereignis beim Griechen um die Ecke erleben. Als wir kurz vor Anpfiff ankamen war der Laden natürlich brechend voll, an der Wand hing schon ein großes Schild "Bitte nicht auf den Tischen tanzen!".

Sobald die Griechen auch nur in der Nähe des Balls standen tobte der Saal und als schließlich das Unfassbare geschah, war alles vorbei…
Natürlich gab es ab jetzt Ouzo aufs Haus. "Super", dachte ich, "trink ich doch nochn bisschen Ouzo aus meinem Bierglas, is ja auch lecker, dann geh ich nach Hause, muss ja schließlich morgen früh aufstehen."
Prima Idee!

Kurz darauf ging ich auf einer Ouzowolke schwebend in Richtung Toilette, doch erreichte ich diese nie. Ein wahnsinnig charmanter Mann lief mir über den Weg und wir knutschten. Wahrscheinlich musste er mich erst lange dazu überreden, denn ich bin ja kein leichtes Mädchen. Wie er allerdings aussah, das erkannte ich in diesem Zustand nicht mehr, jedenfalls dachte ich die ganze Zeit der kann gar nicht küssen. Aber irgendwie war scheinbar meine Ouzo-Aura unwiderstehlich, denn der wollte einfach nicht aufhören. Als ich mich irgendwann wieder ins feiernde Getümmel stürzte um K. zu sagen ich müsse jetzt unbedingt gehen, musste ich in der allgemeinen Euphorie noch tanzen.
Natürlich auf dem Tisch, alles andere war besetzt.

Doch mein neuer Freund riss mich, als ich mich gerade eingetanzt hatte, unsanft polternd herunter und steckte mir seine Zunge in den Hals. Ich denke zumindest, das es der Gleiche vom gemütlichen Toilettengang war, oder küssen alle griechischen Männer beschissen?
Damit jedenfalls wurden mir die letzten Lichter ausgeknipst.

Als ich schließlich irgendwann in irgendeinem Nachtbus saß, bin ich natürlich eingeschlafen und in der Einöde aufgewacht. anschließend musste ich mich noch im Bus diskret übergeben und die umliegenden Leute, die mich freundlich-interessiert anschauten, fragen, wo wir eigentlich sind. Ich schaffte es an der nächsten Haltestelle auszusteigen, ohne blassen Schimmer wo ich genau war, und setzte mich erschöpft auf
den Bürgersteig.
Ich muss dann wohl eingeschlafen sein.

Als ich erwachte versuchte ich mich zu konzentrieren was ich nun tun muss um endlich nach Hause zu kommen. Komischerweise fand ich meinen Geldbeutel nicht mehr – also kein Taxi. Ich schaffte es irgendwie auf die andere Straßenseite zum nächsten Bushäuschen zu kommen, in der Hoffnung irgendwann
kommt der richtige Bus, der dich bestimmt gerne für umsonst mitnimmt.
Ich muss dann wohl eingeschlafen sein.

Plötzlich stand ich in einem Bus vor einem freundlichen Busfahrer, der mir bestätigte, dass er in meine Richtung fahre und er sagte auch nichts weiter als ich dann einfach mit einem "Gottseidank" an ihm vorbei in den Bus stieg.

So glücklich meinen Haustürschlüssel in meiner Jackentasche zu finden war ich am Ende selten! Sehr erleichtert bin ich auch, dass ich nur zwei Stunden zu spät zum Arbeiten kam, die merkwürdigen Flecken aus meinen Sachen rauszuwaschen gingen und meine Schrammen am Rücken vom Tischsturz mittlerweile am Abheilen sind.

Wie meine Freundin K. diesen Abend noch weiter erlebte, ja, das würde sie heute auch gerne wissen….
Ouzo ist Teufelszeug – aber Griechenlandfans sind wir trotzdem!

Der erste CSD in Düsseldorf – ein Versprechen und die Folgen!

Manchmal passieren Dinge, die sind so unglaubwürdig, dass man sie gar nicht glauben kann. Vor ein paar Wochen zum Beispiel stöberte ich ein bisschen im Internet umher und fand heraus, dass am ersten Juni-Wochenende doch tatsächlich der erste CSD in Düsseldorf stattfinden würde!! Samstags ein Strassenfest und Sonntags dann die Parade.

Dann war es endlich soweit. Es kam der Samstag, wo sich alle Schwulen und Lesben auf dem Schadowplatz mitten in der Stadt treffen und feiern sollten. Es war ein nettes, überschaubares Fest und im null komma nix war ich nett und gar nicht mehr überschaubar betrunken.
Irgendwann machten wir mal eine Runde und kamen zu dem Stand vom DEPOT. Einem Fetischladen mit wöchentlich wechselnden Themen, in dem mich meine Freunde schon die ganze Zeit mal mitnehmen wollten, ich aber immer Angst hatte. Die sind gleich großspurig grüssend auf den Chef des Ladens zugerannt und haben mich vorgestellt. Natürlich liesen sie es sich nicht nehmen, ihm gleich unter die Nase zu reiben, dass ich noch nie in seinem Laden war. Also musste ich versprechen, dass ich das am darauffolgenden Sonntag unbedingt mal machen muss. Da ich ja betrunken war und gute Laune hatte, fiel mir ein “Ja klar” nicht sonderlich schwer.

Am nächsten morgen hab ich dann nur wieder daran gedacht, aber sagte mir auch gleichzeitig “was kümmert mich mein Geschwätz von gestern, der weiss das eh nicht mehr”.
Mittags dann alle zusammen wieder zum Zug, der aus sechs(!) Wagen und vier Fussgruppen bestand! Darunter der schwule Badminton-Verein “Die Dolphins” und der lesbische Badmintonverein “Weiberkram”. Es war richtig gut besucht und die Stimmung war auch super!
Dann sind wir wieder zum DEPOT-Stand gekommen! Der Chef begrüsste mich von weitem: “Na Toffi, nächste Woche kommste ja, da wirste entjungfert!” So, da hatte ich meine “Vergessen-These”. Na egal, muss ich halt mit. Da Motto war “Underwear”!
Der ganze Sonntag war noch super! Um Geld zu sparen bin ich dreimal mit je zwei Lesben in ein Cityklo zum pinkeln gegangen und habe mich jeweils prächtig amüsiert!

Dann nahte das nächste Wochenende! Um aufzufallen wollte ich eine rote Lacoste-Unterhose haben, die auch der Markus hat. Man kann ja schlecht auf so eine Party gehen in einer Calvin Klein, da kann ja keiner von dir sprechen. Das wäre das gleiche wie “Das war der, mit den kurzgeschorenen Haaren”! Also los in die Stadt, aber in Düsseldorf gibt es keine Lacoste-Unterwäsche… Habe dann endlich eine passende bei DIESEL gekauft! Die sah irre gut aus.

Endlich Sonntag. Mittags habe ich mich noch mit Freunden kurzgeschlossen wann es losgehen sollte. Die waren mittlerweile gar nicht mehr so begeistert, dass ich mitgehe (O-Ton: wieso sollten wir uns selbst das Wasser abdrehen?). Aber es war zu spät. Da die nicht wieder bis zum Schluss bleiben wollten, gingen wir so um 17h da hin. Megaaufgeregt bezahlte ich meine 13 Euro! Den Rest des Abends waren schliesslich die Getränke frei!!! Wohin auch mit dem Geld?
Kaum hatte ich mich meiner Kleider entledigt, da fing auch schon, Freunde von mir wissen das, das Rumgerenne an! Es war unglaublich! Es gab sämtliche Räume mit irgendwelchen Themen: Andreaskreuz, Sling, Glory Holes, … einfach alles! Die Typen widererwarten fast alle gut! Natürlich gab es auch tragische Nummern mit Airbrush-String-Tangas oder ähnlichem. Aber die umging man.

Einer der Gäste, man sah ihn schon zu Anfang, machte immer in irgendeiner Ecke mit irgendjemandem rum. Irgendwann fragte ich ihn dann, wie oft man denn eigentlich in so kurzer Zeit “kommen” könne? Er sagte, dass es dazu noch nicht gekommen sei.
Nachher stellte sich heraus, dass ich mit ihm schon ein paarmal gechattet habe, er auf den Bildern aber klein und untersetzt aussieht, aber in echt gross und muskulös ist! Wir haben noch Kontakt.
Aber dadurch, dass das im Depot so früh anfängt, ist es ziemlich früh wieder leer… Um neun sind wir da raus. Wir waren die letzten!

Das Geburtstagsgeschenk

Letzte Woche Freitag war ich in Köln!
Der Olli hat Filme aus Shanghai vorgeführt und da wollte ich natürlich dabei sein. Zumal der Markus mir noch mein Geburtstagsgeschenk geben wollte.

Also war ich um halb acht am Bahnhof in Düsseldorf, denn ich wollte ja nicht zu spät kommen. Durch eine Bombendrohung verzögerte sich allerdings die Abfahrt um eine dreiviertel Stunde, so dass ich eigentlich schon viel zu spät in Köln ankam.
Köln ist ja nicht gerade meine Lieblingsstadt. Ich find sie toll, aber genau so gerne verlaufe ich mich in ihr. Um diesesmal auf der sicheren Seite zu sein, druckte ich mir den genauen Weg aus dem Internet aus. Ich war 30 Minuten zu Fuss unterwegs, musste dann fragen, in die U-Bahn, weil ich in eine total andere
Richtung gelaufen bin, um dann noch mit dem Taxi acht Euro zu zahlen, bevor ich endlich am "Raum für Projektionen" ankam.

Ich hatte Gott sei Dank noch nicht viel verpasst, da DJ Mulle aus Frankfurt erst chillige Sachen auflegte. Es gab erst einmal mein Geschenk! Markus hat mir eine gelbe, mit Strass verzierte Tasche überreicht, in der sich alle "Gifts" befanden! Da waren eine CD, ein Reiseführer und ein paar unglaublich hübsche Sandaletten mit hohem Absatz und silbernen Riemchen! Super!

Im Laufe des Abends wurde ich immer betrunkener. Und als ich dann meine letzte Bahn nehmen musste, weiss ich gar nicht mehr wie ich da weg bin, eschweige denn zum Bahnhof gekommen und dann noch den richtigen Zug bekommen habe.

In Düsseldorf bin ich ins Taxi und dort habe ich gemerkt, das ich all meine Sachen verloren habe! Meine Tasche, meine Geschenke und meinen Haustürschlüssel. Der Taxifahrer war etwas genervt, weil ich nicht wusste, wohin er mich jetzt fahren sollte, bis ich dann bei Freunden um halb fünf aufschlug und die aus dem Bett klingelte. Schon das dritte mal, dass mir
das passiert ist! Man gewöhnt sich also dran.

Morgens habe ich dann bei der Fundstelle der Bahn angerufen, wo mich eine nette Frau beriet und mich fragte was denn alles weg wäre.
"Also, das war eine gelb-pinke Tasche mit Glitter und darin ein paar silberne, hochhackige Riemchensandaletten."
"Silberne Riemchensandaletten? Tragen Sie sowas öfter, Herr Heller?"
"Na ja, sagen wir manchmal."
Und was denn noch in der Tasche drin gewesen ist. Worauf ich alles aufzählte und sie dann nur meinte "Ach schade, das war ja nichts mehr spannendes."
Darauf gab sie mir dann noch eine Verlustnummer und bat mich, es in den nächsten Tagen immermal wieder zu versuchen.
Als Abschluss sagte sie mir dann: "Okay, Herr Heller, ich drücke Ihnen die Daumen das sie alles wieder bekommen, schon alleine wegen den schönen Schuhen."

Ein paar Tage rief ich wieder an und zufälligerweise hatte ich genau die gleiche Dame am Apparat. Als ich mich meldete hörte ich als erstes:
"Ahhhhhhh, Herr Heller! Aber ihre Sachen sind noch nicht gefunden. Es wurden schwarze Damenschuhe abgegeben. Nehmen sie die doch, und machen sie die silber!"

Hab ich nicht gemacht. Und meine Sachen sind bis heute nicht wieder aufgetaucht!

Time for a litte Girl-Talk

Meine Arbeitskollegin:
40 Jahre alt, circa 40 Kilo (aber zu dick, logisch), letztes Jahr hat sie sich das Anastacia-Tattoo stechen lassen und vor zwei Jahren sich die Brust pushen (150 ml pro Seite). Lispelt gerne, wenn sie dran denkt (aber trotz allem sehr nett).

Eins von circa fünfzehn Telefonaten mit "Freundinnen" pro Tag:

Hallo! Ich binth, Claudia!

Na Thüsse, wie gehts dir?

Ja, bei mir hat das gestern auch wieder angefangen! War erst beim Spinning, da fing das schon an, danach noch schnell geduscht und nach Hause. Da hab ich mir dann ZWEI Sweat-Shirts angezogen und noch ne Wärmflasche gemacht, und hab immer noch gefroren! Das hat gar nicht mehr aufgehört!

Ja, aber ich hab mir ja extra die Grippeschutzimpfung machen lassen und hab seit dem eine Erkältung, die bekomm ich einfach nicht weg! Schlimm, sag ich dir!

Ja, aber ist nicht zu ändern.

Ja, die Stunde war thuper! Du glaubst gar nicht, was wir einen Spass hatten
beim Fahren! Und alle Räder waren wieder besetzt! Das nächste mal musste unbedingt mal mitkommen, das wär auch was für dich! Wir sind echt ne tolle Truppe dienstags!

Ja, ich sag dir dann noch bescheid. Soll ich dir mal was sagen?

Ich trainier jetzt für den Marathon nächstes Jahr! Hihi.

Das kam ganz spontan. Ich lauf ja eh so gerne am Rhein mittags entlang. Zieh ich mir ne Mütze auf wegen den Ohren, weil ich da so anfällig bin und dann lauf ich los.

Am Wochenende. Da sind der D. und ich los und ich war so gut in Form, da hab
ich dann gesagt, wir laufen noch weiter. Da hatten wir dann das erste mal 15
Kilometer.

War schon stolz. Aber das muss natürlich noch besser werden. Und bei dir so?

Nein!!!

NAAAAAIIIN!

Du bist escht verrückt. Das kann man nur so sagen!

DUUU verrücktes Huhn!Hihi!

Ehrlich? Du auch? ICH rauch ja schon seit jetzt genau sechs Wochen nicht mehr, aber ich denk da Ü-BER-HAUPT nicht mehr dran! Gar nicht!

Nee, ich hab schon aufgehört, bevor ich das Buch gelesen habe! Aber das war dann nochmal so eine gute Stütze für mich.

Ja, viel besser. Ich fühl mich rischtisch gut!

Am Wochenende machen wir ja nicht viel. Da lasse ich dann auch das Händie aus und wir machen es uns zu Hause gemütlich. Kochen dann was leck’res, machen n’Fläschchen Wein auf und kucken dann einen schönen Film auf DVD. Wir haben ja jetzt ein DVD-Laufwerk am Computer, den schliessen wir dann ans Fernsehen an.

Ist echt praktisch. Weiste was wir gestern gesehen haben?

Findet Nemo.

FINDET NEMO! Der animierte Film mit dem kleinen Clownfisch von Walt Disney.

Thüüüüüth, hör ma, escht! Aber is halt n’Kinderfilm!

Kann ich dir ja mal brennen.

Quatsch! Geht bei unserem Rechner total schnell.

Klar, geb ich dir das nächthte mal. Du Thüthe, ich muss hier mal weitermachen. Bin schon wieder total im Prass und jeder will was von mir.

Ja, muss ma weitermachen, sonst komm ich hier heute gar nicht mehr raus!

Dir a-auch! Thüss, du Thüthe!

Dann wird aufgelegt und die nächste Nummer gewählt! Wie durch ein Wunder bin ich noch keine Alkoholikerin!

Agenturparty

Ich gehe ja immer gerne auf Parties, die von irgendwelchen Agenturen gegeben
werden. Und da ich ja in der Grössten hier in Düsseldorf arbeite (nicht, dass mich das stolz macht), wird man auf nahezu jede eingeladen.
Wenn man es genau betrachtet sind diese Parties stinklangweilig, aber man
geht halt hin und mit genug Alkohol hält man es auch gut aus. Jede Menge
Essen und Trinken zwischen oberflächlichem BLA-BLA.
Also war ich auch vor ein paar Wochen wieder auf einer. Diesmal natürlich
auf Grund meiner Kolumnenrecherche, versteht sich. Mein Arbeitskollege hatte kurz vorher abgesagt und da ich ja zur Zeit dem Alkohol entsage war es schon eine Überwindung alleine UND nüchtern dort aufzuschlagen. Zumal ich unbedingt eine Person im öffentlichen Leben kennenlernen oder mich in einen coolen, neureichen Dotcommer verlieben wollte. Also siegte die Promigeilheit.

"Erst mal die Lage checken und mich mit Cola vollpumpen um einen kleinen Rausch zu bekommen. Dann noch einmal über die Sushitheke wälzen und dann wieder nach Hause." Das dachte ich nach zwanzig Minuten. Aber dann ist es bei mir immer wie ein Zwang, dort zu bleiben, aus Angst
etwas zu verpassen. Das Programm wartete ich noch ab. Dadurch führte Alexander Mazza. Vielleicht lerne ich den ja noch kennen. Auf den M.S. brauch ich ja HIER nicht zu hoffen! Nach ein paar Moderationen war aber das Thema Alexander Mazza auch gegessen. LANGWEILIG!

Danach kam ein "DJ" zum Zuge, um die Partymenge richtig einzuheitzen. Leider war er aber etwas verzweifelt, da alle Anwesenden Angst
hatten, zu schwitzen oder durch die zu hohen Absätze gat nicht im
Stande waren eine andere Fussbewegung als die des Gehens zu tätigen. Jedenfalls räkelte er sich ab mit den althergebrachten
Gassenhauern etwas Stimmung zu verbreiten. Fehlanzeige. It’s Raining Men, YMCA oder Laydies Night waren für mich starker Tobak auf nüchternen Magen. Erst als er dann etwas moderner wurde und Justin Timberlake spielte, taute die Menge etwas auf.

Zufällig traf ich noch drei (!!!) alte Bekannte aus Fulda, die unabhängig
voneinander da waren, so wurde es dann doch noch ganz nett. Aber trotz allem keinen Dotcommer kennengelernt. Das nächste mal wieder Alkohol, da kann man sich wenigstens richtig daneben benehmen und weiss am nächsten Tag nichts mehr davon. Hat doch was.

Telemesse!

Ein Fest wie jedes Jahr. Zwei Tage stellen die Sender ihr Programm für das nächste Jahr vor und man bekommt massenhaft Geschenke und ab und zu sind auch ein paar "Stars" dabei. Am ersten Abend gibt es dann immer eine Party. Frei Saufen bis zum Umfallen was für den nächsten Morgen net so toll ist.
Da hatte ich mich nämlich mit Kollegen verabredet und hatte den Zug nach Köln verpasst. Weil ich natürlich noch besoffen war und die Tickets zu Hause vergessen hatte. Als ich dann endlich mit dem nächsten ankam, waren alle schon in irgendwelchen Vorstellungen und ich hatte noch 90 Minuten zu warten. Also habe ich mir erst einmal ein Sekt gegönnt (es war kurz nach neun) und schon waren alle Lampen wieder an. Als dann meine Leute zu mir kamen hatte ich schon gut einen sitzen.

Da lief die Barbara Schöneberger an uns vorbei. Mein Idol und grosses Vorbild!
Wild gestikulierend und winkend versuchte ich auf mich aufmerksam zu machen, doch sie hatte mich nicht gesehen. Wir gingen in der gleichen Richtung hinter ihr her und da sass sie mit zwei Anzugträgern mit dem Rücken zu mir an einer Bar. Rein zufällig stellte ich mich einen Meter neben sie. Bis die
anderen völlig entnervt waren und meinten wir sollten weiter. Extra laut rief ich "Nicht, bevor ich nicht die Barbara kennengelernt habe". Darauf meinte der eine von den Anzugträgern "Dann sprech sie doch einfach an" und in dem Moment drehte sie sich auch schon rum.

Und da setzte mein Gehirn total aus.
"Barbara! Ich bin dein größter Fan!"
Und sie "FASS MICH AN! FASS MICH AN!"
"Ich brauche unbedingt ein Autogramm von dir! Hast du eine Autogrammkarte?"
"Nee, hab ich nicht aber haste was zu schreiben?"
"Vielleicht hast du ja eine Autogrammkarte von diesem M.S.? In den bin ich nämlich verliebt!"
Da sagte sie "Dann sprech ihn doch an, da geht noch was"
"Ja aber der hat ne kleine dicke Freundin dabei!"
"Da läuft aber nix untenrum, das weiss ich. Hast du jetzt was zu schreiben?"
Also kramte ich in meiner Tasche und hielt ihr den erst besten Gegenstand entgegen. "Nein, ich kann doch nicht auf deinen schönen weissen, Murakami gemusterten Louis Vuitton-Geldbeutel schreiben! Morgen ärgerst du dich tot!"
"Aber nicht wenn es von dir ist."

Und deswegen lege ich jetzt immer meine signierte Geldbörse auf die Theke, wenn ich in Düsseldorf einen Drink bestelle.