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Gefickt. Geweint. Gelöscht. Geschichten aus der Düsseldorfer Society.

02 April 2007 | Toffi Cuisine: Cheeseburger Soup

Toffi came over last weekend and he prepared his infamous Cheeseburger Soup. I had been bugging him about the delicious soup for months.

1 Big Onion
50g Bacon
1 leek
500g Minced Meat
1 Liter Water
Asparagus Creme Soup
Processed Cheese
Soy Sauce
Salt and Pepper to taste

Ingredients
All good things

Grundlage
Simmer the onions and the bacon, put the leek in a bit later

Hackfleisch
Add the minced meat and brown it. Add salt and pepper.
Fill it up with the water.

Spargelcreme
Toffi pours in the asparagus creme soup.

Scheibletten
Add the processed cheese (Scheibletten). It may help to tear them apart.

Sojasosse
Squirt the soy sauce to the mix.

Guten Appetit
Salute!

For extra tasty finesse, Toffi garnished the soup with garlic prawns. Mmmmmh.
We were having blueberry yogurt sparkling wine for dinner.
It was a total celebration for our taste buds.

12 June 2006 | The Blackout Trilogy - Part I

Nach langer, langer Pause meldet sich Toffi mit einer neuen Kolumne zurück. Ich konnte und wollte Toffi keinen Druck machen, da es ihm in letzter Zeit nicht so gut ging. Es hat mit seinem mittlerweile Ex-Freund zu tun. Es ist eine lange, verworrene und irgendwie komplizierte Geschichte. Und als ich dachte, jetzt hat er das Gröbste überstanden, wurde es noch krasser. Leider kann ich aus Kanada nur kurze Aufheiterungen durchs Telefon senden.
Trotz allem hat Toffi eine neue Kolumne geschrieben, der erste Teil seiner Blackout Trilogy:

So, hier mal ein kleines Lebenszeichen aus dem Loch, in dem ich mich gerade befinde:

Ein paar mal im Jahr habe ich ja immer die Anwandlung, ein paar Wochen lang keinen Alkohol zu trinken. Das fiel im letzten Jahr ausgerechnet in die Zeit, in der es auf der Kirmes in Düsseldorf den Pink Monday gibt. Den schwulen Tag mit grosser Ressonanz und viel Spass.
Vorher schaute ich bei einem Freund vorbei, sein Vater wollte uns hinfahren. Als ich dort um fünf Uhr nachmittags war, machte der mir sofort ein Bier auf und ich dachte mir, dass ja eins nicht schaden kann. Es schmeckte gut und als wir losfuhren hatte ich schon das dritte in der Hand.
Auf dem Pink Monday angekommen, war ich allerbester Dinge. Viele Bekannte getroffen und immer die Hand mit einem Bier gefüllt.

Ab ungefähr 1 Uhr kann ich mich an NICHTS mehr erinnern.

Mit meiner neuen besten Freundin
(Kurz darauf in der Rheinischen Post, meine Erinnerung kam dadurch nicht zurück)

Auf dem Nachhauseweg muss ich mich wohl irgendwie in die falsche Bahn gesetzt haben, denn als ich wieder zu dem Punkt kam, an den ich mich erinnere, war ich auf einem verlassenen Gelände. Immer noch besoffen.

Es sah aus wie ein stillgelegter U-Bahnhof, morgens, die Dämmerung schien grade einzusetzen. Ich versuchte nach draussen zu gelangen, aber alle Türen waren abgesperrt.
Völlig verzweifelt der Tatsache, dass ich NIE WIEDER da weg kommen würde, bin ich auf allen Vieren queer über die Schienen gekrochen und durch Hecken gewällert bis ich schließlich auf einer riesigen Baustelle ankam.

Kiesberge, Bagger, und was es da so alles gab. Und ein Container, in dem die Bauarbeiter wohl schliefen, jedenfalls war da ein Licht. So betrunken ich auch war, aber das erste was ich dachte war, “oh, da guck ich mal durchs Fenster, vielleicht sieht man ja ein paar geile Bauarbeiter”. Aber ich sah nur ein olles Loch mit ‘ner Kaffeemaschiene drin.

Ich hatte immernoch keine geringste Ahnung wo ich war. Und wusste natürlich auch nicht in welche Richtung ich gehen sollte. Ich lief einfach los und war 15 Minuten später auf einer Strasse, die ich allerdings nicht kannte. Ich sah eine Uhr, es war Viertel vor Sieben.

Die ersten Autos fuhren an mir vorbei und da ich mir nicht anders zu helfen wusste, fing ich an zu trampen. So wie ich aussah, Hose total dreckig und mit starrem Blick, hielt natürlich keine Sau an. Irgenwann ist ein Taxi an mir vorbei gefahren und so wurde ich ENDLICH nach Hause gebracht.

Ich weiss bis heute nicht, wo ich war, selbst im Taxi konnte ich mir den Weg nicht merken. Es kann nur nicht sehr weit weg gewesen sein.

Bezahlt habe ich acht Euro.

20 October 2005 | Gib mir mein, gib mir mein Herz zurück!

Es war wieder die Zeit, in der die TV Sender ihre Programme für das nächste Jahr vorstellen. Telemessezeit! Die schönste Zeit des Jahres!

Nachdem es aber bei den drei großen Sendern nicht so dolle war, kam nun RTL 2. Im Vorfeld wussten wir schon, welche C und D Prominenten dabei sein sollten: ehemalige BB.-Bewohner und diverse Moderatoren. Insgeheim freute ich mich darauf, Carsten Speckhahn kennenzulernen. Ein Freund von mir lies mich aber nicht gehen, bevor ich ihm versprach, ein Autogramm von Oli P. zu besorgen.
“Hää, Oli P.? Was willste denn mit dem?” Aber er wollte nun mal.

Als wir in dem Landgasthof außerhalb von Düsseldorf ankamen wurden zuerst die einzelnen Programmrubriken vorgestellt: Nachrichten, Serien, Information usw.
Dabei sah ich schon Oli P. Eigentlich ganz süss, so in echt. Erstaunlicherweise noch kleiner als ich. Aber einfach hingehen und nach einem Autogramm fragen, das war mir zu blöd. Zumal ich glaube, älter zu sein als er. Also erst ein paar Drinks!

Zwei Stunden später schleppte mich meine Kollegin zu ihm (zwischendurch in vertrauter Atmosphäre auf dem Klo traute ich mich noch weniger) und stieß ihn an, ob er ein Autogramm für mich hätte. Nee, er würde die Karten erst später bekommen, da wäre ich dann aber der Erste! Ich erwiderte, dass ich ihn beobachte und nicht locker ließe, worauf er meinte “gut so!” Ich bildete mir sofort ein, eine totale Verbundenheit mit ihm zu haben. Das PASST einfach, dachte ich.

FrozenGlücklicherweise gab es an dem Veranstaltungsort einiges zu erkundschaften. Und so ließ ich mir hinreißende Henna-Tattoos auf die Hand malen! Ich sah toll aus und nahm mir vor, den ganzen Abend pausenlos einen Cocktail in dieser Hand zu halten. Ein verhängnisvolles Vorhaben.

Kurz darauf sah ich Oli P. wie er etwas energisch telefonierte. Meine Kollegin wusste zu berichten, dass es zwischen ihm und seiner Frau, der Tatiani, zur Zeit nicht so gut läuft. Der Arme, dachte ich mir.
Etwas später fand ich es wieder an der Zeit, ihn nach dem Autogramm zu fragen. Er stand gerade auf der Bühne und machte eine Ansage. Also passte ich ihn ab, da konnte er mir wenigstens nicht ausweichen. Als er von der Bühne runterkam schüttelte er schon von weitem mit dem Kopf und meinte es dauert noch ungefähr eine Stunde. Ich machte ein Schippchen und ging mit gesenktem Kopf weiter.

Eine Stunde später kam Oli P. strahlend auf mich zu und gab mir eine Autogrammkarte. Die nahm ich aber nicht ohne persönliche Widmung. Die schrieb er mit einem Kuli vom Kellner. Zum Kellner sagte ich “ich bekomm jetzt ein Autogramm”, aber das schien den nicht sonderlich zu beeindrucken.
Als Oli noch was draufgeschrieben hatte, ging ich zu etwas Small-Talk über.
Ich legte los: “Na, wie geht es denn der Tatiani? Wo ist die denn heute?”
“Die konnte nicht. Wir haben keinen Babysitter mehr bekommen”
“Was? Keinen Babysitter in Köln?”
“Ja, das war zu kurzfristig.”
“Schade.”
“Ja, schon.”
Aber ich merkte, dass ihm das Thema nicht unbedingt gefiel und er gab an, weiter zu müssen.

Mit Oli P.Nach dem Auftritt von US5 saß er an der Theke. Da ich ohnehin wieder einen Cocktail in meiner Hand brauchte, ging ich zu ihm. Neben ihm lagen seine selbst aufgenommen Alben.
“Was willst du denn mit deinen Alben hier?”
“Du brauchst mir hier nicht vorzugaukeln, dass du die kennst!”
Darauf meinte ich lachend, ich habe vier Jahre bei WOM gejobbt und kenne jeden Scheiß!
Er musste auch lachen und erklärte mir, dass er gleich noch einen Auftritt habe.
“Aha, und dann machst du einfach nur eine Playbackperformance?”
“Ne, nee, die Stimmen vom Band werden rausgefiltert. Ich singe live.”
Okay, das genügte mir. Fast. Er musste noch ein Bild mit mir machen, was er gerne tat, sicher!

Nach seinem Gig (ich war der größte Fan), wurde die Tanzfläche eröffnet. Ein DJ legte auf. Und schon wieder sah ich den Oli, wie er telefonierte. Es handelte sich offensichtlich um kein nettes Gespräch. Da ich, wenn ich was getrunken habe, sehr penetrant sein kann und mich von niemandem (wie hier von meiner Kollegin) gerne aufhalten lasse, bin ich noch mal hin und fragte, wie es denn so gehe.
Er meinte “na ja, geht so”
Worauf ich sagte: “Wenn du jemanden zum reden brauchst, bin ich gerne für dich da und leih dir mein Ohr. Du kannst mit mir über alles quatschen!”
Er verdrehte nur die Augen und meinte “lass mal, das geht schon. Ich werde eh gleich gehen!”
“Ich mein’ das ganz im Ernst. Wirklich!”
Aber es interessierte ihn nicht mehr.

Toll, ich konnte keine Freundschaft zu Oli P. aufbauen, auch wenn es so toll gepasst hätte, und der Carsten Speckhahn hatte den ganzen Abend ohnehin nur Ischen um sich herum! Prima!
Na, aber nächstes Jahr bin ich ja wieder da! :-)

10 July 2005 | Will you marry me?

Es fing alles vor ungefähr neun Jahren an. Seinerzeit arbeitete ich bei WOM am Vorspielservice. Ein doofer Job aber die günstigste Gelegenheit, alles und jeden der reinkam abzuchecken. Und wenn besonders coole Typen sich noch CDs bei mir anhörten, war alles perfekt.

So kam es auch, dass in regelmässigen Abständen immer ein für mich äusserst attraktiver Typ in den Laden kam und sich diverse Alben anhörte. Wir nannten ihn “Die gelbe Jacke”, weil er immer so eine trug. Ich habe ja nie viel mit den Leuten dort gesprochen, höchstens mal blöd gegrinst, aber da wollte ich doch nun wirklich mal was tun, um ihn kennenzulernen. Als er das nächste Mal kam und mir wieder seinen Stapel langweiliger House-Sampler reichte, mussten Nägel mit Köpfen gemacht werden. In dem Moment als er fertig war und gerade den Kopfhörer abnehmen wollte fragte ich also schnell, ob ich ihm mein Lieblingslied vorspielen könnte. Klar, würde er gerne hören. Und ich legte von DEAD OR ALIVE “I want to sleep with you” auf. Das fand er ganz lustig und wir unterhielten uns kurz.

Beim nächten Mal war es schon entspannter und wir verabredeten uns für den nächsten Tag in der Mittagspause. Von da an habe ich ihn öfter zur Mittagspause abgeholt und es war immer sehr nett. Leider erfuhr ich auch, dass er einen Freund hatte. Egal, dann sollte das eben nicht sein.

Irgendwann hatten wir uns donnerstags abends im “Rosa” verabredet. Danach sind wir noch ins MUSK und dann habe ich ihn nach Hause gefahren, wo wir noch eine Weile vor seiner Tür im Auto blieben…

Nach diesem Erlebnis haben wir uns etwas aus den Augen verloren. Ich hatte meinen damaligen Freund kurz darauf kennengelernt und unsere Treffen waren nur noch zufällig, wobei er auch immer mit seinem Freund zusammen war, bis ich die beiden dann gar nicht mehr gesehen habe.

Fünf Jahre später war ich in Düsseldorf aus und hinter der Theke stand sein Freund. Wir haben uns kurz unterhalten und ich habe erfahren, dass er nun in Berlin wohnt. Aha, ich bat ihm schöne Grüsse zu bestellen und wir haben noch Nummern ausgetauscht.

Ein paar Tage später bekam ich dann eine SMS von ihm, in der er mich auch ganz herzlich grüssen liess und ich solle doch zum CSD nach Köln kommen, da wäre er auch da und das würde doch lustig werden. So habe ich es gemacht und es war in der Tat sehr lustig und meine alten Gefühle sind wieder “aufgeflammt”. Allerdings ist nicht mehr passiert, nur dass man sich die jeweilige Nummer gab und in Zukunft doch mal ab und zu was machen könne, wenn ich in Berlin oder er in Düsseldorf sei. Von da an war der Kontakt eher bescheiden. Mehr als drei, vier SMS im Jahr waren nicht drin. Aber es war okay.

Am 02.01.2004 lag ich gemütlich auf dem Sofa und habe mir GIGANTEN angeschaut, als mein Händie klingelte. Er sei in der Stadt und man könnte sich doch treffen. Ab 22.30h hätte er Zeit! Da es erst zwei Uhr mittags war, war mir das zu blöd noch so lange zu warten und sagte ab. Er hat es dann arrangiert, dass er gleich vorbei kommen wollte. Naaaa gut. Und als er da war (er hatte angeblich nur Zeit bis sieben) hatten wir einen wunderschönen Nachmittag/Abend. Gegangen ist er um halb zwölf. Ich hatte EXTREME Sternchen in den Augen!

Am nächsten Tag haben wir uns nach der Arbeit wieder getroffen. Er wollte eigentlich noch nach Köln, hat es sich aber anders überlegt. Einen Tag später ist er gefahren. Von da an haben wir uns täglich kontaktiert.

Will you marry me?Glücklicherweise hatte die Jenni zwei Wochen später Geburtstag, so dass ich ohnehin in Berlin war. Leider hatte er nicht so viel Zeit wie ich es mir gewünscht hatte, er war mittlerweile als WEDDING-PLANNER selbstständig. So haben wir uns nur einmal gesehen. Auf Jennis Party war er jedoch, wobei dieser entzückende Schnappschuss zustande kam. Am nächsten Tag bin ich wieder nach Düsseldorf gefahren.

Dann wollte er über Karneval eine Woche lang kommen. Als er da war haben wir uns schon am zweiten Tag darauf geeinigt, dass er besser geht. Es ging gar nicht! Hatte mir extra Urlaub genommen und dann sass ich den ganzen Tag alleine zu Hause rum und habe gewartet, weil er auf “Kundenakquise” war. Die Verabredung am Abend hat er auch abgesagt, da es später werden würde und da hatte ich schon die Kappe an. Gekommen ist er, um halb zwei. Er musste auf der Couch schlafen. Und als ich ihn am nächsten Morgen wach machte, hatte er sogar “Flecken” auf seinem T-Shirt. “Die würden mich schliesslich nix angehen”. Pah! Er ist dann gegangen.

Drei Tage später habe ich ihn dann nochmal kurz beim Feiern getroffen und dann war es auch schon wieder okay. Das letzte Mal haben wir uns vor ein paar Monaten gesehen, da waren wir zusammen in einem Club hier in Düsseldorf in dem Westbam aufgelegt hat!

Letzte Woche schaute ich die tolle Serie “Marc and Sarah in Love”. Da laufen die Hochzeitsvorbereitungen auf vollen Touren und nun haben sie sich einen Wedding-Planner dazugerufen.

MEINER!!!!! Sehr süss!

In der Folge hatten sie sich bekannt gemacht und er unterbreitete den beiden seine ersten Gedanken und Vorschläge, die so aussahen, dass das Brautpaar in einer venezianischen Gondel auf einem See angefahren kommt und dazu noch FÜNFZIG kleine Blumenkinder in pinken Kleidern! Na toll!!!

Die zwei waren noch nicht so überzeugt. Vielleicht kann er ja nächste Woche Sarahs Mutter Soraya für seine wunderschönen Ideen begeistern…

Pöh! Und ich sitzt jetzt wieder dienstags um viertel nach zehn alleine vorm Fernsehen und kann mir das Drama angucken. Mit mir hat er nie über Heirat gesprochen, wo ich doch schon nach Berlin ziehen wollte! Danke, Wedding Planner, danke!

02 April 2005 | Mariahism

Chillin' with Music BoxEs fing alles 1993 an.

Man kann ja schon sagen, dass die produzentin und ich an Mariahs Durchbruch in Deutschland maßgeblich beteiligt waren. die produzentin spielte mir immer und immer wieder die Hitsingle Dreamlover vor (der Beginn unserer Freundschaft), was ich anfangs noch ganz skeptisch annahm, denn hier ging es ja um eine dauergewellte Ami-Diva, die nur Balladen sang! Doch plötzlich ging es ganz schnell. Im Nu hatten wir die Alben und kopierten ihren Look, wenn es auch nur die Turnschuhe waren. Ich machte in Fulda weiter Promo und legte selbst in dem Laden in dem ich arbeitete die CD’s auf. Es hatte Erfolg. Selbst eingeschweißte Gegner gaben irgendwann kleinlaut zu, sich Mariahs aktuelle CD, Musicbox, gekauft zu haben. Ein paar Wochen später, es war abzusehen, war das Album dann auch auf Platz eins der Charts, logisch.

Zu dieser Zeit habe ich auch meinen ersten Freund kennengelernt. Der J. aus Giessen. Von einigen wurden wir “Zwillinge” genannt, aber heute kann man das wahrlich nicht mehr sagen. Er war Madonna-Fan und konnte meine Begeisterung für Mariah Carey überhaupt nicht verstehen. Madonna-Fan war ich auch, aber man kann doch auch andere Sachen hören. Ich liess mich trotz allem nicht beirren, genauso wie auch keine andere Kassette im Auto gehört wurde.

Es näherte sich mein Geburtstag. Und an diesem Tag bekam ich ein Paket von ihm mit einer Karte in der stand “… alles Gute zum 21sten. Also mein Geschenk ist irgendwie total kitschig. Ich hoffe, Du kotzt nicht wenn Du’s siehst. Die Verkäufer haben mich total blöd angeschaut, als ich die “Besorgung” machte, so als wäre das nicht real. Ich finde es traumhaft schön…” und als ich auspackte hielt ich dieses wunderschöne Kissen von Mariah in der Hand. Ich hatte mich nie zuvor so sehr über etwas gefreut.

Das Kissen liegt immer noch in meinem alten Zimmer und spendet mir Stütze, wenn ich mal bei meinen Eltern bin. Den Freund habe ich nicht mehr. Die Entfernung war damals etwas nervig. Wir machten kurz darauf Schluss.

Ein paar Wochen später bekam ich Post von ihm: Eine Kontaktanzeige von einem Typen mit dem ich was hatte, kurz nachdem mit J. Schluss war. In der Anzeige stand: “Action-Typ sucht Männer für Fun und mehr ….” J. schrieb noch dazu: “Wenn ich mich recht erinnere hattest du mit diesem Action Typ auch schon jede Menge Fun!”

die produzentin und ich sind ausgerastet, dass jemand mir/uns so frech kommt und hatten die super Idee, den Brief wieder zuzukleben, die Adresse durchzustreichen und “verstorben” daneben zuschreiben und dann wieder zurück! Wir fanden uns wahnsinnig witzig und dachten wir hätten es J. so RICHTIG gegeben.

Leider ist die Rechnung nicht ganz aufgegangen. Ein paar Tage später bekam ich einen Kondolenzbrief mit dem Text:

In Memoriam“TOFFI †01.06.1995
Und wieder hat der allmächtige Herr zugeschlagen und eine geile Kiste in die selbige geschickt. Mit grösster Anteilnahme und in tiefer Trauer

Miss Colonia
- the most beautiful bitch in town -”

Und wir standen schon wieder da wie die Deppen, denn darauf gab es wirklich nichts mehr zu tun :-(

14 January 2005 | What Is Love?

Very Pink FlamingosKurz vor Weihnachten war ich bei meinem damaligen "Freund", dem kartenlegenden MEDIUM. Es war Freitag und da wir nicht mehr ausgehen wollten, bin ich nochmal schnell los, um Bier zu holen.

Gleich bei ihm um die Ecke ist ein grösseres Büdchen, wo es wirklich ALLES gibt. Selbst an Wochenenden. Ich hatte noch jede Menge Pfandflaschen dabei. Mehr als die Hälfte musste ich später allerdings wieder mitnehmen, da die nicht von dort waren.

Komischerweise war gar nichts los in dem Laden. Nachdem ich mit der Kassiererin das mit den Flaschen geklärt hatte, lief ich Richtung Kühlschränke zum Bier. Da bemerkte ich einen Typ, der vor den Weinen stand.
Dachte bei mir: "Mein Gott, steht die Alte tuntig vor dem Wein! Was die wohl vorhat? Einen gemütlichen Abend mit klassischer Musik und dazu ein "gutes Glas Wein"?
Ätzend!".
Ich weiter und wühle mich durch die Biervorräte, schliesslich war es noch früh. Als ich dann wieder an der Kasse war und meine ganzen Arme und Armbeugen von Bierflaschen befreite, kam der Typ auch zur Kasse.
Und da erkannte ich ihn: es war HADDAWAY!

Oh jeh, was machste jetzt. Zeigste, dass du ihn kennst oder nicht? Aber als der so arrogant vor mir stand und seine Augenbrauen auch noch hochzog als er die Bierflaschen sah, wusste ich, dass ich das letztere zu tun hatte. Die Kassiererin scannte. Er meinte zu mir:
"Na, willst du diese ganzen Flaschen etwa ganz alleine heute Abend trinken?"
"Ne, ne, hihi, nicht alleine, das wäre ja ein bisschen viel!"
Was blöderes ist mir leider nicht eingefallen. Dann habe ich alles zu dem Leergut in die Papiertüte gesteckt und hocherhobenen Hauptes den Laden verlassen.

Geärgert habe ich mich da schon! So ein Autogramm wäre ein PRIMA zusätzliches Weihnachtsgeschenk für das Medium gewesen und so arrogant wie der war, hatte der sicher einen ganzen Druckauftrag Autogrammkarten dabei! Na ja, zu spät.

Als ich dann zwei Meter auf der Strasse war, löste sich die Papiertüte von den Resten
des Leerguts und die Flaschen rollten lustig über den Bürgersteig. Anstatt nun einem Fan aus dieser Miesere zu helfen, war das letzte was HADDAWAY von mir sah, wie ich auf nem Bürgersteig drei leeren Flaschen durch den Regen hinterherrobbte.
Er ging weiter.
What is Love?

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